Gastrezept: Orehova Potica aus Orehova Vas

Orehova potica ist eine slowenische Spezialität. Es handelt sich dabei um ein Hefegebäck mit Walnussfüllung. Orehova vas wiederum ist eine kleine Ortschaft südlich von Maribor, das bedeutet übersetzt das Walnussdorf.

Es geht also um eine Walnuss-Potica aus Walnussdorf, und der Name verrät schon, wo man vielleicht die beste Walnuss-Potica überhaupt probieren kann. Aus Orehova vas stammt auch die Familie von Anja, die dieses Rezept in Erinnerung an ihre geliebte Babi heute mit uns teilt.

Zutaten

Für den Teig:

  • 650g Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 2 Eigelbe
  • 50g Zucker
  • 1 Beutel Vanillezucker (8g)
  • Schale von einer Zitrone, gerieben
  • 2 EL Rum
  • 1 Klotz Hefe (40g)
  • 60g Butter
  • ca. 400ml warme Milch

Für die Füllung:

  • 500g Walnüsse, fein gemahlen
  • 3 EL Akazienhonig
  • 250ml heiße Milch
  • 2 gehäufte EL saure Sahne (ca. 80g)
  • 70g Zucker
  • 1 EL Rum
  • 1 großzügiger EL Butter
  • 1 große Handvoll Rosinen

Und für das Finish noch neutrales Öl und Puderzucker.


Zubereitung

Zuerst mit dem Teig anfangen: Die Hefe in einen Becher oder eine große Tasse bröseln und in etwas lauwarmer Milch (ca. 3 EL) auflösen. Etwas von dem Zucker dazugeben. Die Mischung mit ein wenig Mehl bestreuen und dann für ca. 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. In der Zwischenzeit das restliche Mehl in eine Schüssel sieben. In einer zweiten Schüssel die Eigelbe, 300ml warme Milch, den restlichen Zucker und den Vanillezucker sowie den Rum und die Zitronenschale schaumig rühren. Die Butter gesondert erwärmen, bis sie flüssig ist.

In der Schüssel mit Mehl eine Kuhle bilden und das Salz auf den Rand streuen. In die Kuhle die Hefemischung geben und mit den Händen vorsichtig mit dem Mehl vermengen. Dann die schaumig gerührte Eigelb-Masse zugeben und verkneten, und zum Schluss die Butter hinzufügen. Den Teig fleissig weiter kneten und nach Bedarf von der restlichen Milch dazugeben. Die Konsistenz des Teiges sollte weich und geschmeidig sein und nicht mehr kleben. Den Teig zu einer Kugel formen und in einer Schüssel mit einem Küchentuch abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 2 Stunden ruhen lassen.

Für die Füllung in einer Schüssel die gemahlenen Walnüsse mit der heißen Milch übergießen und danach die Butter, Honig, Zucker und den Rum unterheben und zu einer homogenen Masse verrühren. Danach die saure Sahne einrühren. 

Nach zwei Stunden sollte der Hefeteig schön aufgegangen sein, er besitzt dann eine recht fluffige Anmutung. Dann: Eine große Auflaufform mit etwas Butter einfetten und den Backofen auf 50° C Umluft einstellen. Ein großes, nicht allzu grobes Küchentuch ausbreiten und mit Mehl bestreuen. Den Teigklumpen auf das Küchentuch setzen und mit einem Nudelholz flach klopfen. Die Konsistenz wird damit wieder etwas kompakter und der Teig lässt sich einfach auf dem Küchentuch ausrollen. 

Den Teig in eine möglichst quadratische Form in ca. 1 cm Dicke ausrollen, gleichmäßig mit der Walnuss-Masse bestreichen und mit den Rosinen bestreuen. Dann wird der Teig vorsichtig eingerollt und in die Auflaufform gelegt. Die Oberseite mit Milch bestreichen und mit einem Spieß (oder einer Stricknadel) Löcher einstechen. Die Auflaufform in den Backofen stellen und für ca. 10-15 Minuten bei 50° C stehen lassen, bis der Teig nochmals merklich aufgegangen ist. Danach den Backofen auf 180° C Umluft hochstellen und die Potica für ca. 1 Stunde backen. Wenn die Oberfläche zu braun wird, mit Backpapier abdecken.

Wenn die Potica fertig gebacken ist, aus dem Ofen nehmen. Die Oberseite mit dem Öl einpinseln und dann, ganz vorsichtig, die Potica zum Abkühlen auf ein Backrost stürzen. Danach mit Puderzucker bestreuen, fertig.

Poitca auf weißem Küchentuch

Ich freue mich über Ideen und Anregungen!